22. Mai 2024
Windhoek: Stadterkundung
Willkommen in Namibia! Am Flughafen werden wir von Nandee - unserem Reiseleiter für die nächsten 13 Tage- empfangen. Wir unternehmen eine kurze Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt.
Windhoek, die Hauptstadt Namibias, bietet eine faszinierende Mischung aus historischer und moderner Architektur, die Besucher auf einer Städtetour erkunden können. Ein Highlight ist die Christuskirche, ein beeindruckendes Wahrzeichen der Stadt. Diese evangelisch-lutherische Kirche aus dem Jahr 1910 besticht durch ihre markante Architektur aus Sandstein und ihre bunten Glasfenster.
Von der Christuskirche aus ist es nur ein kurzer Spaziergang zur Alten Feste, der ältesten erhaltenen Festungsanlage in Windhoek. Die Festung wurde 1890 von der deutschen Kolonialmacht erbaut und dient heute als Nationalmuseum. Hier können Besucher mehr über die Geschichte Namibias und die Kolonialzeit erfahren.
Nicht weit entfernt befindet sich der Tintenpalast, das Parlamentsgebäude Namibias. Der prächtige Bau aus dem Jahr 1913 verdankt seinen Namen der großen Menge an Tinte, die hier in der Verwaltung verbraucht wurde. Umgeben von schönen Gärten bietet der Tintenpalast nicht nur einen Einblick in die Politik des Landes, sondern auch einen ruhigen Ort zum Verweilen.
Diese drei Sehenswürdigkeiten machen Windhoek zu einem spannenden Ziel für Geschichtsinteressierte und bieten einen abwechslungsreichen Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt.
Anschließend besuchen wir die Fraueninitiative Penduka im Stadtteil Katutura.
Katutura ist ein belebter Stadtteil im Norden von Windhoek, der für seine lebendige Atmosphäre und reiche Kultur bekannt ist. Ursprünglich als Apartheid-Ghetto errichtet, bedeutet der Name "der Ort, an dem wir nicht leben wollen" in Otjiherero, einer der lokalen Sprachen. Heute ist Katutura ein Symbol für die Widerstandskraft und den Gemeinschaftsgeist seiner Bewohner. Die Märkte, Straßenszenen und lokalen Geschäfte bieten einen authentischen Einblick in das tägliche Leben der namibischen Bevölkerung.
Ein herausragendes Projekt in Katutura ist die Fraueninitiative Penduka. Penduka, was "aufwachen" bedeutet, ist eine gemeinnützige Organisation, die benachteiligte Frauen unterstützt. Das Projekt bietet Ausbildungsprogramme und Beschäftigungsmöglichkeiten in Handwerkskunst, wie Stickerei, Töpferei und Perlenarbeiten. Durch die Herstellung und den Verkauf ihrer Produkte können die Frauen finanzielle Unabhängigkeit erlangen und ihre Lebensqualität verbessern. Penduka trägt nicht nur zur wirtschaftlichen Stärkung der Frauen bei, sondern fördert auch den Erhalt traditioneller Handwerkstechniken und das kulturelle Erbe Namibias. Die Initiative bietet Besuchern die Möglichkeit, die handgefertigten Produkte zu erwerben und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.
Für den Rest des Tages haben wir Zeit zum Akklimatisieren oder an den optionalen Aktivitäten der Lodge teilzunehmen.
Unsere Unterkunft ist die „Okapuka Lodge“, nördlich von Windhoek gelegen.
23. Mai 2024
Von Windhoek in das Erongo-Gebirge
Unsere Fahrt geht in das Erongogebirge mit seiner stark zerklüfteten Landschaft, die Heimat zahlreicher Wildtiere ist.
Das Erongo-Gebirge in Namibia ist eine beeindruckende Gebirgsregion, die sich nordwestlich von Windhoek befindet. Diese majestätische Landschaft ist bekannt für ihre markanten Granitfelsen, die durch jahrtausendelange Erosion geformt wurden. Das Gebirge, das nach dem gleichnamigen Erongo-Vulkan benannt ist, erreicht Höhen von bis zu 2.320 Metern und bietet eine vielfältige Flora und Fauna.
Die Region ist ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer. Das Erongo-Gebirge beheimatet eine Vielzahl von Wildtieren, darunter Leoparden, Bergzebras, und eine reiche Vogelwelt. Leider zeigen sich uns diese Bewohner nicht. Auch seltene Pflanzenarten, wie die endemischen Sukkulenten und Akazien, sind hier zu finden.
Kulturell ist das Erongo-Gebirge ebenfalls von Bedeutung. Es gibt zahlreiche Fundstellen mit prähistorischen Felsmalereien und Gravuren, die von den frühen San-Bewohnern der Region stammen. Wir besuchen ein Lebendes Museum der San und historische Stätten, die einen faszinierenden Einblick in das Leben und die Spiritualität der Ureinwohner bieten.
Die atemberaubender Natur und das kulturelle Erbe macht das Erongo-Gebirge zu einem Reiseziel, das unvergessliche Erlebnisse bietet.
Heute übernachten wir in der „Omandumba Gästefarm“ inmitten des Erongo-Gebirges.
24. Mai 2024
Vom Erongo-Gebirge ins Kaokoveld
Unser nächstes Ziel ist das Palmwag Konzessionsgebiet im Kaokoveld, das zu den besonders unberührten Regionen Namibias zählt. Allerdings machen wir einen Zwischenstopp in Khorixas.
Die heutige Unterkunft ist die erst vor kurzem eröffnete „Lodge Damaraland“.
25. Mai 2024
Weiterfahrt von Khorixas ins Kaokoveld
Heute setzen wir unsere Tour in das Palmwag Konzessionsgebiet im Kaokoveld fort. Es umfasst ca. 4500 Quadratkilometer im fast unbewohnten Nordwesten des Landes. Das Kaokoveld grenzt im Westen an die Skelettküste, im Norden an den Grenzfluss zu Angola, den Kunene (Epupa-Fälle), Ruacana, im Osten an das ehemalige Ovamboland (heute Omusati-Region) und im Süden an das Damaraland. Bei weniger als 350 mm jährlichem Niederschlag ist im Kaokoveld kein Ackerbau möglich.
Unterwegs machen wir einen Zwischenstopp im Petrified Forest, einer Sehenswürdigkeit mit 280 millionen Jahren alten, versteinerten Bäumen. außerdem wachsen dort die, nur in Namibia vorkommenden, Welwitschia Pflanzen.
Das schwer zugängliche Gebiet ist Heimat der Himbas, ein halbnomadisches Hirtenvolk, das bislang in der Abgeschiedenheit des Kaokolandes seine ethnische Eigenart und Kultur bewahren konnte.
Leider fand die im offenen Geländewagen angekündigte Pirschfahrt im Palmwag-Konzessionsgebiet nicht statt. Somit gibt es auch keine Möglichkeiten, Wüstenelefanten und Nashörner zu beobachten.
Heute übernachten wir in der „Palmwag Lodge“.
26. Mai 2024
Vom Kaokoveld nach Epupa
Wir reisen weiter nach Norden bis zum Kunene Fluss, der die Grenze zu Angola bildet. Die üppige Vegetation der Affenbrotbäume und Makalanipalmen bietet ein ganz neues Landschaftsbild im Gegensatz zu den Wüstenlandschaften der letzten Tage.
Hier besuche wir die Epupa Fälle. Die, in Angola auch Monte-Negro-Fälle genannt, befinden sich in Namibia im Verlauf des Kunene, des Grenzflusses zwischen Namibia (Region Kunene) und Angola (Provinz Namibe). In Otjiherero bedeutet epupa „Schaum“, in Anspielung auf die Schaumbildung des fallenden Kunene. Hier stürzt der Fluss in eine 40 mtiefe Schlucht.
Wir übernachten 2 Tage im „Omarunga Epupa Camp“.
27. Mai 2024
Epupa- Wasserfälle und Himba-Volk
Wir besuchen heute ein Himbadorf und erhalten einen Einblick in die Kultur des indigenen Nomadenvolkes. Die Himbas blieben weitgehend von den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts unberührt. Sie tragen traditionelle Kleidung:
- aus Leder gefertigte Schürzen und Umhänge sowie
- Kupfer- und Eisenschmuck.
Die Himbas bauen wie seit Jahrhunderten die mit Rinderdung und Lehm verputzten Pontoks, die niedrigen Rinderhütten und bringen ihren Viehherden, insbesondere aber dem „Ahnenbullen“ besondere Verehrung entgegen.
Auch den Epupa-Fällen statten wir einen weiteren Besuch ab.
Da die Strömung des Wassers stark ist, brauchen wir uns nicht vor Krokodilen zu fürchten, dennoch ist Vorsicht geboten. Nachts hören wir die Geräusche des nahen Wasserfalls.
Während des Abendessens vernehmen wir eine aufgeregte Unterhaltung am Nebentisch, die Hauskatze ist auf Schlangenjagd. Aber der Camp- Manager kann die Katze vor der „bösen“ Schlange retten. Sie entpuppt sich als harmlose Baumschlange.
Eine weitere Übernachtung im „Omarunga Epupa Camp“.
28. Mai 2024
Von Epupa nach Opuwo
Weiter geht es Richtung Opuwo zu unserer Unterkunft, die sich etwas außerhalb der Stadt in einem etwa 6.000 ha großen Naturschutzgebiet befindet.
Allein die Anreise ist beeindruckend. Wir erleben eine einmalige fast unberührte Landschaft.
Bevor wir unsere Unterkunft erreichen, machen wir eine Zwischen in der Distrikhauptstadt Opuwo. Dort besuchen wir einen Markt, auf dem allerlei Waren angeboten werden. Zum Beispiel Altkleider, Autos und an einigen Ständen kann man einheimische Speisen kaufen. Wir entscheiden uns und probieren gegrilltes Ziegenfleisch - lecker.
Optional können wir an einer Pirschfahrt teilnehmen (diese Pirschfahrt findet leider auch nicht statt).
Den Abend lassen wir auf dem Sonnendeck der Lodge ausklingen und genießen den Ausblick in die Natur.
Die „Kaoko Mopane Lodge“ wird für 2 Tage unsere Unterkunft sein.
29. Mai 2024
Opuwo: Auf Safari im Kaokoveld
Den Vormittag können wir für eigene Erkundungen nutzen und machen eine kleine Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Ansonsten ist Ausspannen am Pool angesagt
Die am Nachmittag angekündigte Pirschfahrt im Kaokoveld fällt aus.
Heute verbringen wir eine weitere Nacht in der „Kaoko Mopane Lodge“.
30. Mai 2024
Von Opuwo zum Etosha National Park
Unsere Reise führt uns durch das dicht besiedelte Ovamboland – Heimat der Ovambos, die mehr als 50 % der namibischen Bevölkerung ausmachen. Die Landschaft ist von Wasserläufen, Teichen und Seen durchzogen und verwandelt sich während der Regenzeit eine subtropische Region. Das Land ist nahezu flach, gegliedert durch oasenartig zusammenstehende Makalanipalmen und einzelne Wildfeigenbäume. Rinder- und Ziegenherden ziehen gemächlich durch die Ebene, Esel stehen friedlich im Gras.
Unsere Lodge liegt nahe des Etosha-Nationalparks im King Nehale Hegegebiet inmitten der spektakulären Landschaft der weiten Andoni-Ebene.
Nach dem Einchecken unternehmen wir eine erste Pirschfahrt in den nord-östlichen Teil des Etosha National Parks. Hier können wir erstmals Fotos von Wildtieren machen.
Wir übernachten in der „King Nehale Lodge“, in der Nähe des King Nehale Gates zum Etosha National Park.
31. Mai 2024
Die Tierwelt im Etosha-Nationalpark
Wir brechen schon früh in den berühmten Etosha-Nationalparkauf und erkunden die Tierwelt vom Reisefahrzeug aus. Der Etosha-Nationalpark zählt zu den schönsten Naturschutzgebieten Afrikas. Hier halten sich große Herden von Springböcken, Impalas, Zebras und Gnus auf. Außerdem gibt es Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparden und Spitzmaulnashörner sowie verschiedene Vogel- und Reptilienarten.
Am Nachmittag unternehmen wir mit dem offenen Geländewagen der Lodge einen weiteren Ausflug in den Park. Von einem sogenannten „Hide“ an einer Wasserstelle haben wir einen exklusiven Ausblick auf die herankommenden wilden Tiere. Spätestens zum Sonnenuntergang kehren wir zur Lodge zurück.
Insgesamt war es ein sehr anstrengender Tag, denn wir haben mehr als 11 Stunden im Park verbracht, aber die Tierwelt ist faszinierend und ich kann viele Aufnahmen davon machen. Highlight am Vormittag ist die Beobachtung von 2 Geparden , die sich offensichtlich auf der Jagd befinden.
Heute haben wir eine weitere Übernachtung in der „King Nehale Lodge“.
1. Juni 2024
Vom Etosha National Park nach Okahandja
Wir fahren Richtung Okahandja. Hier begann der Krieg zwischen den Deutschen und den Hereros. Auf einem kleinem Friedhof sind noch viele Gräber der Kriegsteilnehmern erhalten geblieben.
Diese kleine Stadt ist ein wichtiger Ort für das Volk der Herero, denn hier liegen nicht nur ihre Ahnen begraben, sondern es finden sich dort auch die Gräber der Stammesfürsten/Häuptlingen.
Die Herero-Frauen im Ort schmücken sich noch heute mit ihren typischen bunten Hauben.
Unsere letze Lodge auf dieser Reise befindet sich etwas außerhalb von Okahandja. Nach einer faszinierenden Fahrt erreichen wir Midgard. Hier befindet sich - am Fuße des Gebirges Otjihavera, mit Blick auf den üppigen Garten - die Lodge „Midgard Country Estate“. Dem ehemaligen Landsitz der „Ohlthaver & List Group of Companies“, dem größten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber des Landes. Gegründet 1919 von Carl List und Hermann Ohlthaver.
Heute ist der ehemalige Landsitz ein Event- und Konferenz-Hotel mit verschiedenen Freizeitangeboten.
Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen lassen wir unsere Reise Revue passieren.
Übernachtung heute im „O&L Midgard Country Estate“.
2. Juni 2024
Von Okahandja nach Windhoek
Unser Afrika-Abenteuer endet heute. Rechtzeitig für den Heimflug erreichen wir zum Flughafen Windhoek Husea Kutako.